Skihallen und überdachte Anlagen
Wie Indoor-Einträge gekennzeichnet sind und warum sie mit Berggebieten nicht vergleichbar sind.
Erkannt wird eine Halle daran, dass derselbe Umriss zugleich als Gebäude, als Skianlage und als Sportstätte oder Piste erfasst ist. Ein einzelnes dieser Merkmale genügt nicht – daran ist die Erkennung schon einmal gescheitert.
Warum die Trennung
Eine Halle hat keine Exposition, keine Talabfahrt und keine Lawinenlage. Dieselben Kennzahlen – Pistenlänge, Anlagen – beschreiben hier eine Fläche in einem Gebäude. Deshalb führen Listen und Länderseiten Hallen in einer eigenen Gruppe. Ohne diese Trennung stünde eine Förderbandstrecke unter Dach in derselben Rangliste wie eine Talabfahrt über tausend Höhenmeter, und die Rangliste wäre für beide unbrauchbar.
Wie weit eine Halle von einem Berg entfernt ist
Gekennzeichnete Anlagen stehen in diesen Ländern: Belgien, Neuseeland, Niederlande, Vereinigtes Königreich. Der Unterschied zum Berg steht in der Höhe: Die größte dieser Anlagen überwindet 26 Höhenmeter, der Median aller übrigen Gebiete im Bestand liegt bei 165 Höhenmetern. Bei einer Halle liegt die Talstation sogar unter dem Meeresspiegel – in einem Land, in dem das für die Landschaft der Normalfall ist. Eine Kennzahl wie „Höhenunterschied" beschreibt hier die Bauhöhe eines Gebäudes, nicht ein Gelände. Die vollständige Liste steht unter Skihallen, die Facette im Katalog unter Gebiete mit Skihalle.
Warum es im Bestand so wenige sind
Es gibt weltweit deutlich mehr Skihallen, als hier gekennzeichnet sind – die Lücke ist eine der Kartierung, nicht der Wirklichkeit, und sie hat zwei Formen. Die erste: Der Bestand entsteht aus Flächen, die in OpenStreetMap als Wintersportgebiet ausgewiesen sind. Eine Halle ist aber zuerst ein Gebäude, und über dem Gebäude steht kein Gebietsumriss. SnowWorld Landgraaf, Amsterdam und Terneuzen, die Skicentren Hoofddorp und Soesterberg, der Snow Dome Bispingen und Snozone liegen als Pistenlinien in denselben Rohdaten, aus denen dieses Verzeichnis gebaut ist, werden aber zu keinem Eintrag – weil die Klammer darüber fehlt. Die zweite Form steht mitten im Bestand: Big Snow American Dream hat eine eigene Seite, und der Wikipedia-Auszug darauf nennt die Anlage eine Skihalle – in der Karte trägt sie „Freizeitpark" und kein einziges Merkmal, das auf ein Dach hinweist. Erkannt werden kann nur, was jemand eingetragen hat. Warum eine solche Lücke trotzdem nicht aus dem Gedächtnis gefüllt wird, steht in Datenqualität in OpenStreetMap lesen.
Was die Kennzeichnung nicht leistet
Ob eine Halle ganzjährig geöffnet ist, wie lang die Hauptpiste tatsächlich ist und ob es eine Snowboard-Fläche gibt, steht nicht in OpenStreetMap. Diese Angaben stehen auf der Seite des Betreibers, und wir tragen sie nicht aus dem Modellwissen nach. Die Erkennung bleibt außerdem eine Tag-Lesung und keine geprüfte Einstufung: Was in der Karte als Gebäude mit Skibetrieb steht, zählt – ob dort ein Dach ist, hat niemand nachgesehen. Wie die Größenangaben zu lesen sind, erklärt Wie Sie Pistenkilometer-Angaben lesen.