3.772 Skigebiete in 66 Ländern · Datenstand: 11.10.2026 Über GeoCarver Datenstand und Methodik KI-Transparenz

Glossar

64 Begriffe aus Pistenbetrieb, Schnee, Gelände, Anlagen und Kartografie. Wo im Datenbestand ein entsprechendes Merkmal erfasst ist, führt der Eintrag direkt zu den Gebieten, auf die es zutrifft.

Pisten & Gelände

17 Begriffe
Black Diamond

Nordamerikanische und japanische Einstufung für schwere Abfahrten. Sie ist relativ: Sie bezieht sich immer auf die übrigen Abfahrten desselben Gebiets. Double Black Diamond bezeichnet extrem steiles, oft felsdurchsetztes Gelände.

Blaue Piste

Leichte Abfahrt im alpinen Farbsystem. Als Faustregel überschreitet sie 25 % Gefälle nicht. Blau ist keine Zusage auf Bequemlichkeit: Ziehwege, Engstellen und Gegensteigungen finden sich auch hier.

Buckelpiste

Nicht präparierte Abfahrt, auf der sich durch den Fahrbetrieb regelmäßige Schneehügel bilden. Sie entsteht von selbst, wo steiles Gelände befahren, aber nicht gewalzt wird.

Exposition

Die Himmelsrichtung, in die ein Hang zeigt. Nordhänge halten kalten Schnee deutlich länger, Südhänge tauen bei Sonne rasch an und frieren nachts hart. Im Frühjahr ist die Exposition wichtiger als die Höhenlage.

Höhenunterschied

Differenz zwischen tiefstem und höchstem Punkt des Pistennetzes. Sie sagt mehr über den Charakter eines Gebiets aus als die Kilometerzahl – und darüber, wie verschieden die Schneelage oben und unten sein kann.

Kicker

Gebaute Schanze im Snowpark. Die Größe wird meist in Metern der überbrückten Distanz angegeben; Parks staffeln ihre Linien nach Sprungweite.

Loipe

Präparierte Strecke für den Langlauf. Klassische Technik verlangt gespurte Rillen, Skating eine breit gewalzte Fläche; viele Loipen bieten beides nebeneinander.

Piste

Eine markierte, kontrollierte und in der Regel präparierte Abfahrt. Der Betreiber verantwortet Absicherung und Lawinenschutz, solange die Piste geöffnet ist. Alles außerhalb der Markierung ist freies Gelände – auch der Hang unmittelbar daneben.

Rodelbahn

Eigens ausgewiesene Strecke für Schlitten und Rodel, oft getrennt von den Skipisten geführt und teils beleuchtet.

Rote Piste

Mittelschwere Abfahrt, üblicherweise bis etwa 40 % Gefälle. Die rote Stufe existiert nur im europäischen System; in Nordamerika schließt Blue Square direkt an Black Diamond an.

Schwarze Piste

Schwere Abfahrt ab etwa 40 % Gefälle. Ob sie präpariert oder als Buckelpiste belassen wird, sagt die Farbe nicht.

Skiroute

Markierte, meist lawinengesicherte, aber unpräparierte Abfahrt. Sie verlangt sichere Technik im ungespurten Schnee. In den Daten ist sie von der Piste getrennt erfasst.

Snowpark

Präpariertes Gelände mit Sprüngen, Rails und Boxen für Freestyle. In den Daten ein eigenes Merkmal, nicht Teil der Pistenlänge.

Steilheitsquotient

Höhenmeter je Pistenkilometer. Ein hoher Wert deutet auf direkte, fallinienbetonte Abfahrten, ein niedriger auf weite, flache Hänge und viele Ziehwege. GeoCarver zeigt den Wert auf jeder Gebietsseite.

Talabfahrt

Abfahrt, die bis zur Talstation hinunterführt statt an einer Mittelstation zu enden. Sie ist der schnee­empfindlichste Teil eines Gebiets, weil sie am tiefsten liegt – und deshalb meist zuerst beschneit wird.

Variante

Abfahrt abseits markierter Pisten und Routen, im ungesicherten Gelände. Der Betreiber übernimmt hier keinerlei Verantwortung; Lawinenlagebericht, Ausrüstung und Ausbildung sind Voraussetzung.

Ziehweg

Flacher, oft in den Hang geschnittener Verbindungsweg zwischen zwei Pistenabschnitten. In großen Verbünden machen Ziehwege einen erheblichen Teil der ausgewiesenen Kilometer aus, ohne fahrerisch etwas zu bieten.

Schnee & Wetter

11 Begriffe
Altschnee

Die über die Saison aufgebaute, umgewandelte Schneedecke unter dem Neuschnee. Schwachschichten im Altschnee sind besonders tückisch, weil sie lange bestehen bleiben und von außen nicht sichtbar sind.

Feuchtkugeltemperatur

Die für die Beschneiung maßgebliche Größe: Sie berücksichtigt neben der Lufttemperatur auch die Luftfeuchte. Bei trockener Luft lässt sich noch knapp über dem Gefrierpunkt beschneien, bei feuchter Luft nicht mehr.

Firn

Mehrfach angetauter und wieder gefrorener Schnee mit grobkörniger Struktur. Im Frühjahr entsteht er vormittags an Südhängen und ergibt für wenige Stunden ideale Verhältnisse, bevor er zu Sulz wird.

Föhn

Warmer, trockener Fallwind im Lee eines Gebirges. Er kann die Temperatur binnen Stunden deutlich anheben, Beschneiung unmöglich machen und Anlagen wegen Windes stillstehen lassen.

Harsch

Hart gefrorene Schneeoberfläche, die entsteht, wenn angetauter Schnee über Nacht wieder durchfriert. Auf Südhängen der übliche Morgenzustand im Frühjahr.

Inversionslage

Wetterlage, bei der die Luft im Tal kälter ist als am Berg. Sie erlaubt es, tief gelegene Talabfahrten zu beschneien, während es in mittlerer Höhe mild bleibt – die Regel „höher gleich kälter" gilt im Winter keineswegs immer.

Pulverschnee

Frisch gefallener, trockener Schnee mit geringer Dichte. Er entsteht bei tiefen Temperaturen und wenig Wind und hält sich am längsten an schattigen Nordhängen.

Reanalyse (ERA5)

Rückgerechnete Wetterdaten vergangener Jahrzehnte auf einem groben Raster. Sie eignen sich für Vergleiche zwischen Regionen und für langfristige Entwicklungen – nicht für die Aussage, wie viel Schnee an einem bestimmten Hang liegt.

Schneesicherheit

Die Wahrscheinlichkeit, in einem bestimmten Zeitraum ausreichend Schnee vorzufinden. Aus der Höhe allein folgt sie nicht: Exposition, Kessellage, Wind und die Witterung des einzelnen Winters wirken mindestens ebenso stark. GeoCarver leitet daraus eine Einordnung ab und kennzeichnet sie als abgeleitet.

Sulzschnee

Stark durchfeuchteter, schwerer Schnee bei Plusgraden. Er bremst kräftig und verlangt Kraft; typisch für Nachmittage im März und April.

Triebschnee

Vom Wind verfrachteter und gebundener Schnee. Triebschneeansammlungen hinter Geländekanten und in Rinnen sind eines der häufigsten Lawinenprobleme.

Aufstiegsanlagen

10 Begriffe
Bügellift

Schlepplift mit ankerförmigem Bügel für zwei Personen, umgangssprachlich Ankerlift. Der Bügel wird angelehnt, nicht daraufgesetzt.

Förderband

Ebenerdiges Laufband im Anfängergelände, auch Zauberteppich genannt. Ein erfasstes Förderband ist ein guter Hinweis auf ein eigenes Übungsgelände abseits der Hauptpisten.

Förderleistung

Personen pro Stunde, die eine Anlage befördern kann. Sie entscheidet über Wartezeiten weit mehr als die Zahl der Anlagen – in den offenen Geodaten ist sie allerdings kaum erfasst.

Gondelbahn

Umlaufbahn mit geschlossenen Kabinen. Wetterunabhängig und für Familien mit kleinen Kindern die angenehmste Lösung; die Skier werden außen transportiert.

Kuppelbar

Bauart, bei der die Fahrzeuge in der Station vom Seil gelöst und verlangsamt werden. Sie erlaubt hohe Streckengeschwindigkeit bei bequemem Einstieg – der Unterschied zwischen einer modernen und einer alten Anlage.

Pendelbahn

Seilbahn mit zwei großen Kabinen, die im Gegenverkehr zwischen zwei Stationen pendeln. Sie fährt getaktet statt kontinuierlich und erschließt meist erhebliche Höhenunterschiede.

Schlepplift

Anlage, die den Fahrer auf den Skiern stehend den Hang hinaufzieht. Die häufigste Anlagenart überhaupt: günstig, windfest, aber technisch anspruchsvoll für Anfänger und unbequem für Snowboarder.

Sesselbahn

Umlaufbahn mit offenen Sesseln. Kuppelbare Anlagen klinken in der Station aus und fahren dort langsam, was Ein- und Ausstieg erleichtert. Wetterschutzhauben sind heute üblich.

Standseilbahn

Schienenfahrzeug, das an einem Zugseil den Hang hinaufgezogen wird, häufig im Tunnel. Als Zubringer vom Tal in die Höhenlage verbreitet.

Tellerlift

Schlepplift mit rundem Teller für eine Person. Verbreitet im Anfängergelände und an kurzen Hängen.

Betrieb & Sicherheit

9 Begriffe
FIS-Verhaltensregeln

Zehn international anerkannte Regeln für das Verhalten auf der Piste. Zentral ist die Fahrweise auf Sicht und der Vorrang des vorausfahrenden Fahrers.

Lawinenwarnstufe

Fünfstufige europäische Skala (EAWS) für die regionale Lawinengefahr. Sie gilt für eine ganze Region, nicht für einen einzelnen Hang, und ersetzt nicht den vollständigen Lagebericht.

LVS-Gerät

Lawinenverschütteten-Suchgerät, zusammen mit Sonde und Schaufel die Grundausrüstung für Gelände außerhalb der Piste. Ohne Übung im Umgang ist es weitgehend wertlos.

Nachtskilauf

Betrieb auf beleuchteten Pisten nach Einbruch der Dunkelheit. In den Daten über das Merkmal für Beleuchtung erfasst.

Pistenraupe

Kettenfahrzeug zur Pistenpräparierung. An Steilhängen arbeitet sie an einer Seilwinde – deren Seil ist bei Dunkelheit kaum sichtbar und lebensgefährlich. Nachts gesperrte Pisten sind deshalb ausnahmslos zu meiden.

Präparierung

Das maschinelle Glätten und Verdichten der Piste, meist nachts. Frisch präparierte Pisten heißen umgangssprachlich Corduroy nach ihrer Riffelstruktur.

Skipass-Verbund

Zusammenschluss mehrerer Skigebiete unter einem gemeinsamen Skipass. Ob die Teilgebiete auf Skiern verbunden sind oder ein Bus dazwischen fährt, sagt die Kilometerzahl nicht – die Karte schon.

Speicherteich

Künstlicher Wasserspeicher zur Versorgung der Beschneiungsanlagen. Er wird im Sommer und Herbst gefüllt und ist oft das größte Einzelbauwerk eines Skigebiets.

Technische Beschneiung

Erzeugung von Schnee aus Wasser und Druckluft. Sie sichert Saisonränder und Talabfahrten, ist aber temperaturabhängig, wasser- und energieintensiv – und ersetzt keinen Winter.

Ausrüstung & Technik

8 Begriffe
Carving

Fahrtechnik, bei der der Ski auf der Kante geschnitten läuft statt zu rutschen. Sie setzt taillierte Ski und ausreichend Tempo voraus und verlangt breite, gut präparierte Pisten.

Harscheisen

Metallzacken, die an der Tourenbindung seitlich in den Schnee greifen. Sie sind auf hart gefrorenen Aufstiegsspuren unverzichtbar.

Klassische Technik

Langlauf in gespurten Rillen mit Diagonalschritt. Leichter zu erlernen als Skating und in unpräpariertem Gelände die einzige praktikable Technik.

Rocker

Aufbiegung von Schaufel oder Ende des Skis. Sie erleichtert das Aufschwimmen im Tiefschnee und das Andrehen, kostet auf harter Piste aber Kantengriff.

Skating

Langlauftechnik mit schlittschuhähnlichem Abstoß auf breit gewalzter Fläche. Schneller und kraftaufwendiger als die klassische Technik.

Skitour

Aufstieg aus eigener Kraft mit Fellen unter den Skiern, gefolgt von der Abfahrt. Auch auf markierten Aufstiegsrouten im Skigebiet gelten die Regeln des Betreibers, insbesondere zu Sperrzeiten wegen der Präparierung.

Taillierung

Die Verjüngung des Skis zur Mitte hin. Je stärker sie ausfällt, desto enger der Radius, den der Ski auf der Kante von selbst fährt.

Tourenbindung

Bindung, deren Ferse sich zum Aufstieg lösen lässt. Pin- oder Tech-Bindungen sind leicht, Rahmenbindungen schwerer, aber abfahrtsorientierter.

Daten & Kartografie

9 Begriffe
ERA5

Reanalyse-Datensatz des europäischen Copernicus-Dienstes mit einer Rasterweite von rund neun Kilometern. Modellwert, kein Messwert eines einzelnen Gebiets.

Erfassungsgrad

Der Anteil der Gebiete, für die ein bestimmtes Merkmal überhaupt eingetragen ist. Eine fehlende Angabe bedeutet nicht, dass die Sache nicht existiert – nur, dass sie niemand kartiert hat. GeoCarver weist Lücken als Lücken aus.

Gebietsumriss

Die in OpenStreetMap erfasste Fläche eines Skigebiets. Aus ihr entstehen die Umrisszeichnungen dieser Seite – und sie entscheidet darüber, welche Piste welchem Gebiet zugeordnet wird.

OpenStreetMap

Freie, von Freiwilligen erfasste Weltkarte unter der ODbL-Lizenz. Sämtliche Pisten, Anlagen und Gebietsumrisse dieser Seite stammen daraus. Die Erfassungsdichte ist regional sehr verschieden.

Overpass-API

Abfrageschnittstelle zu OpenStreetMap, über die GeoCarver seinen Rohdatenbestand kachelweise lädt.

Pistenkilometer

Die Summe der erfassten Abfahrten, gemessen an ihrer Geometrie. Bergbahnen rechnen anders – teils mit Zuschlägen für Schwünge oder Hangbreite – und kommen auf höhere Werte. Beide Zahlen sind für sich richtig und nicht vergleichbar.

Rollup

Die Summe eines Verbunds einschließlich aller darin liegenden Teilgebiete. GeoCarver weist beide Zahlen getrennt aus, damit keine Piste doppelt gezählt wird.

Wikidata

Freie Wissensdatenbank, über die Skigebiete mit Wikipedia-Artikeln, offiziellen Bildern und Zusatzangaben verknüpft werden. Nur ein über Wikidata am Gebiet hinterlegtes Foto gilt hier als verbürgtes Gebietsbild.

Wikimedia Commons

Medienarchiv für frei lizenzierte Bilder. GeoCarver bezieht daraus seine Fotos und zeigt sie nur, wenn sie dem Gebiet nachweislich gelten – der Rest der Umkreistreffer wäre Rauschen.

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