3.772 Skigebiete in 66 Ländern · Datenstand: 11.10.2026 Über GeoCarver Datenstand und Methodik KI-Transparenz
Gelände & Meteorologie

Höhenlage, Exposition und Saisondauer

Warum Nordhänge auf mittlerer Höhe oft länger tragen als Südhänge weit darüber.

Datenanker aus dem GeoCarver-Bestand: Alpenländer: Median der Bergstation bei 1.616 m

Talstation unterhalb von 1.000 Metern: 389 von 1.083 erfassten Gebieten in den Alpenländern. Die Höhe ist nur eine von mehreren Größen: Exposition der Hauptpisten und Lage im Talkessel wirken im Frühjahr oft stärker als die letzten hundert Höhenmeter.

Die Rolle der Himmelsrichtung

Nord- und Nordosthänge empfangen im Früh- und Hochwinter nur flach einfallendes Sonnenlicht und halten kalten Schnee länger. Südhänge tauen an und frieren über Nacht hart zu. Für die Verhältnisse im März und April ist die Exposition der Hauptpisten deshalb oft aussagekräftiger als die Gipfelhöhe allein.

Talabfahrten und thermische Inversion

Liegt das Tal in einem engen Becken, sammelt sich dort im Dezember und Januar Kaltluft. In solchen Lagen lassen sich Talabfahrten auch in geringer Höhe beschneien, während es weiter oben milder und windiger ist. Ob eine Talabfahrt an einem bestimmten Tag geöffnet ist, entscheidet der Betreiber.

Was die Schneehöhen-Reanalyse über die Höhenlage sagt

Dass die Höhe zwar zählt, aber nicht gleichmäßig über das Jahr, lässt sich an Reanalysedaten ablesen. Masloumidis, Dafis und Kollegen haben die maximale tägliche Schneehöhe für gut viertausend europäische Skigebiete über die Jahre 1985 bis 2020 ausgewertet. Im Herbst zeigen 79,5 % der Gebiete einen statistisch signifikant abnehmenden Trend, im Winter 63 %, im Frühjahr 91 %. Bemerkenswert ist der Winter in den Alpen: Für Gebiete oberhalb von 2.000 Metern ergibt sich dort ein signifikant zunehmender Trend – im Frühjahr überwiegen die abnehmenden Trends dagegen über alle Höhenlagen hinweg. Die Höhenlage verschiebt also vor allem, wie lange der Winter trägt, nicht ob er kommt. Die Arbeit steht mit Methodik und Quellenangabe unter Snow Depth Trends of European Ski Resorts.

Wie Sie die Höhen im Bestand nachschlagen

Zu jedem Gebiet stehen die erfasste Tal- und die Bergstationshöhe im Datenblatt, dazu der Höhenunterschied. Weltweit erreichen 650 Gebiete eine Bergstation ab 2.000 Metern, 100 davon ab 3.000 Metern; umgekehrt beginnen 1.132 Gebiete unterhalb von 500 Metern. Als fertige Listen: hochalpine Gebiete, Gebiete über 3.000 m und Skigebiete in Tieflagen. Was aus diesen Höhen folgt und was nicht, steht in Was Schneesicherheit bedeutet – und was nicht.