Datenqualität in OpenStreetMap lesen
Erfassungsgrad, Lücken und was eine fehlende Angabe bedeutet.
Der Rest hat in OpenStreetMap keine oder keine auswertbare Pistengeometrie. Das ist eine Lücke der Karte, keine Schätzung der Größe vor Ort.
Drei Lesarten einer Lücke
Nicht erfasst, nicht mehr vorhanden, oder unter einem anderen Tag erfasst. GeoCarver kann die drei Fälle nicht unterscheiden und weist deshalb nur aus, dass das Feld leer ist. Diese Zurückhaltung ist der Unterschied zwischen einer Karte und einem Prospekt: Ein Prospekt füllt die Lücke, eine Karte zeigt sie.
Der Erfassungsgrad ist von Merkmal zu Merkmal verschieden
„In OpenStreetMap erfasst“ ist keine Eigenschaft des Bestands, sondern eine je Merkmal. Höhenangaben liegen für 92 % der Gebiete vor, eine Pistenlänge für 80 %, eine Aufschlüsselung nach Schwierigkeitsgrad für 72 %, die Bauart der Anlagen für 79 %. Deutlich dünner wird es bei allem, was den Betrieb beschreibt statt das Gelände: eine Betreiber-Website bei 54 %, Hütten und Gastronomie bei 12 %, Beschneiung bei 1 %. Die Regel dahinter ist einfach: Was sich aus einem Luftbild abzeichnen lässt, ist gut erfasst; was man nur vor Ort oder auf der Betreiberseite erfährt, kaum. Ausführlich am Beispiel: Beschneiung – was OpenStreetMap zeigt und was fehlt.
Der Erfassungsgrad hängt auch daran, wo ein Gebiet liegt
Dieselbe Frage, nach Räumen getrennt gestellt, trennt zwei Erfassungswelten. Im Alpenraum haben 92 % der Gebiete eine gemessene Pistenlänge und 28 % mindestens einen erfassten Gastronomie- oder Hüttenpunkt; außerhalb sind es 75 % und 5 %. Beim Wikipedia-Artikel kehrt sich das Verhältnis um: 14 % außerhalb der Alpen gegenüber 5 % darin – enzyklopädische Aufmerksamkeit folgt anderen Regeln als Kartierungsfleiß. Für den Vergleich von Zahlen zwischen Ländern heißt das: Ein niedriger Wert kann das Gebiet meinen oder die Karte, und die beiden lassen sich nicht auseinanderhalten. Wie weit die Systeme auseinanderliegen, zeigt Alpen, Nordamerika und Japan im Vergleich der Daten.
Wie Sie den Bestand verbessern
Jede Gebietsseite verlinkt das OpenStreetMap-Objekt. Wer dort Pisten, Anlagen oder Namen ergänzt, ändert den nächsten Datenlauf. Das ist der vorgesehene Rückkanal – und der einzige: Wir tragen weder aus Prospekten noch aus dem Modellwissen nach. Wie sich das auf die Kilometerangabe auswirkt, steht in Wie Sie Pistenkilometer-Angaben lesen.