Alpen, Nordamerika und Japan im Vergleich der Daten
Schwierigkeitsskalen, Gebietsgrößen und Erfassungsstand – gerechnet, nicht bewertet.
Die Zahlen sind Gebietszählungen im Bestand, keine Aussage über die Qualität der Kartierung in jedem Raum.
Wie viel überhaupt erfasst ist
Vor jedem Vergleich steht die Frage, wie vollständig die drei Räume überhaupt kartiert sind. Von 1.083 Gebieten in den Alpenländern haben 978 eine erfasste Pistengeometrie, 798 in den USA und Kanada stehen 552 gegenüber, in Japan 385 von 418. Das sind 90 %, 69 % und 92 %. Wo die Geometrie fehlt, fehlen auch die Kilometer: Ein nordamerikanisches Gebiet kann in unseren Listen klein wirken, weil niemand seine Pisten gezeichnet hat. Wie sich das im Einzelfall erkennen lässt, steht in Datenqualität in OpenStreetMap lesen.
Die Anlagen unterscheiden sich deutlicher als die Größen
Die mittlere Gebietsgröße liegt in allen drei Räumen nah beieinander – der Median der erfassten Pistenlänge beträgt 9,6 km in den Alpenländern, 9,8 km in Nordamerika und 4,2 km in Japan. Der Unterschied sitzt bei den Anlagen: In den Alpenländern sind 51 % der erfassten Anlagen Schlepplifte, in Nordamerika 21 % und in Japan 4 %. Umgekehrt sind in Japan 92 % der Anlagen Sesselbahnen, in Nordamerika 75 %, in den Alpenländern 34 %. Was die Bauart über ein Gebiet aussagt – und was nicht –, steht in Aufstiegsanlagen und was sie über ein Gebiet verraten.
Schwierigkeit ist nicht überall dasselbe
Im Alpenraum folgt die Farbe der Neigung des steilsten zusammenhängenden Abschnitts. In Nordamerika und Japan ist die Stufe relativ zum übrigen Gebiet vergeben. Deshalb rechnen wir die Skalen nicht ineinander um, auch nicht näherungsweise. Wie weit die Systeme auseinanderliegen, zeigt die Verteilung der erfassten Pistenkilometer: In den Alpenländern entfallen 14,0 % auf schwere Abfahrten, in den USA und Kanada 37,2 %, in Japan 17,9 %. Das heißt nicht, dass nordamerikanisches Gelände zweieinhalbmal so steil ist – es heißt, dass dort eine andere Skala mit anderen Grenzen angelegt wird. Die Farben stehen für eine Einordnung innerhalb eines Systems, nicht für einen Neigungswert. Ausführlich in Pistenschwierigkeiten international verstehen.