Was weiß die Forschung über die Folgen des Klimawandels für den Bergtourismus?
Originalpublikation: Impacts of climate change on mountain tourism: a review
Die Studie in Kürze
Systematischer Überblick über die Forschung zum Klimawandel im Bergtourismus: Für die Schneesaison fallen die Befunde überwiegend negativ aus, für den Sommer reichen sie von positiv bis negativ.
Forschungsziel & Methodik
Systematische Literaturrecherche in der Web of Science Core Collection mit Stichtag 30. November 2021. Aus 794 gesichteten Arbeiten wurden 276 Publikationen eingeschlossen und nach Region, Saison, Methode und Thema ausgewertet.
Empirische Ergebnisse & Datenbasis
Von den 276 Arbeiten entfallen 155 und damit 56 % auf Europa, 44 auf Nordamerika, 28 auf Australien und Ozeanien, 26 auf Asien, sieben auf Südamerika und drei auf Afrika. 151 Arbeiten behandeln die Wintersaison, 82 den Sommer und 43 alle Jahreszeiten. Die Autoren benennen sieben Wissenslücken, darunter die Unterrepräsentation Südamerikas und Afrikas, fehlende geeignete Daten und Indikatoren, die wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Folgen für Berggemeinden sowie fehlende Arbeiten zu Haftungs- und Regulierungsrisiken.
Implikationen für die Praxis (Skigebiete & Wintersportler)
Für Skigebiete und Regionen: Die Befundlage ist je nach Region und Aktivität widersprüchlich und für viele Gebiete schlicht dünn. Die Autoren empfehlen eine Betrachtung über alle Jahreszeiten hinweg statt einer Beschränkung auf den Winter.