Wie verändert der Wandel von Naturschnee zu technischem Maschinenschnee die Sinneswahrnehmung und Fahrkultur?
Die Studie in Kürze
Ethnographische Tiefenstudie zur Beziehung von Skifahrern zum Element Schnee: Technischer Schnee schafft verlässliche Pisten, verändert aber Fahrgefühl, Akustik und Naturerleben grundlegend.
Forschungsziel & Methodik
Qualitative Feldinterviews, teilnehmende Beobachtung und autoethnografische Abfahrten über zwei Wintersaisonen in hochalpinen und mittelgebirgischen Skigebieten.
Empirische Ergebnisse & Datenbasis
Skifahrer beschreiben Maschinenschnee als gleichförmiger, härter und berechenbarer, vermissen aber das gleitende Gefühl von Tiefschnee und frischem Pulver. Die Akzeptanz für Kunstschneebänder in grüner Landschaft sinkt bei geübten Skifahrern.
Implikationen für die Praxis (Skigebiete & Wintersportler)
Für Gebietsbetreiber: Authentische Kommunikation über Schneebedingungen schafft mehr Vertrauen als Hochglanzbilder, die Erwartungen an pulvrigen Tiefschnee wecken, der real nicht vorliegt.