Wie entwickelt sich der weltweite Skitourismus-Markt zwischen etablierten Alpenmärkten und neuen asiatischen Destinationen?
Originalpublikation: Current Situation and Future Development Trend of Global Skiing Tourism Market
Die Studie in Kürze
Bestandsaufnahme des weltweiten Skimarkts: Die Besucherzahlen stagnieren seit Jahren, während sich das Wachstumspotenzial vor allem auf China konzentriert.
Forschungsziel & Methodik
Auswertung von Branchenberichten und öffentlich verfügbaren Marktdaten zu Angebot und Nachfrage im weltweiten Skitourismus, ergänzt um volkswirtschaftliche Kennzahlen zum Zusammenhang zwischen Skibeteiligung und Bruttoinlandsprodukt.
Empirische Ergebnisse & Datenbasis
Seit der Saison 2008/09 schwankt das weltweite Fünfjahresmittel der Skitage zwischen 355 und 370 Millionen. Im vergangenen Jahrzehnt stiegen die internationalen Touristenankünfte in Ländern mit Skigebieten um 43 %, ohne dass die Zahl der Skitage zunahm. Der traditionelle Markt in den Alpen ging deutlich zurück, Osteuropa und Zentralasien wuchsen zwischen 2008 und 2011, danach stieg China auf. Mit 31 Indoor-Zentren, 45 Trockenpisten und 400 Skisimulatoren ist China führend im urbanen Skitraining.
Implikationen für die Praxis (Skigebiete & Wintersportler)
Für die Wintersportindustrie: Als größte Herausforderung sehen die Autoren den Generationswechsel. Die geburtenstarken Jahrgänge stellten lange den Kern der Gäste, jüngere Kundinnen und Kunden ohne Skitradition müssen neu gewonnen werden. Als Ansatzpunkte nennen sie die Erreichbarkeit mit öffentlichem Verkehr, die Servicequalität und die Betriebsführung der Gebiete.