Passen Wachstums- und Erschließungsstrategien von Skigebieten noch zu den tatsächlichen Bedürfnissen heutiger Skifahrer?
Originalpublikation: Rethinking growth orientation: Do ski-resorts' strategies fit the profiles of today's alpine skiers?
Die Studie in Kürze
Wachstumsstrategien der Skigebiete treffen auf eine Gästestruktur, die sich in sechs deutlich unterscheidbare Segmente gliedert, mit sehr verschiedenen Ansprüchen an den Skitag.
Forschungsziel & Methodik
Online-Befragung von 1.413 Skiurlaubern aus Deutschland mit 729 und Italien mit 684 Fällen, rekrutiert über ein Panel per Quotenstichprobe nach Geschlecht, Altersgruppe, Dauer des letzten Skiurlaubs und regionaler Verteilung. Voraussetzung war mindestens ein Skiurlaub in den Alpen in den vergangenen vier Jahren. Aktivitäten und genutzte Leistungen wurden per Hauptkomponentenanalyse verdichtet und anschließend in einer Clusteranalyse zu Segmenten zusammengefasst.
Empirische Ergebnisse & Datenbasis
Es ergeben sich sechs Segmente: entspannte Schönwetter-Skifahrer mit 15,3 %, aktive Schönwetter-Skifahrer mit 14,4 %, serviceorientierte Skifahrer mit 15,9 %, begeisterte Skifahrer mit 19,5 %, Spaßorientierte mit 14,9 % und Familien-Skifahrer mit 20,1 %. 60 % der Befragten stufen ihr Können als fortgeschritten ein, nur 9 % als ausgezeichnet. Die Segmente unterscheiden sich deutlich in der täglichen Skidauer, der Wetterabhängigkeit, dem bevorzugten Skipass und den Aktivitäten neben dem Skifahren.
Implikationen für die Praxis (Skigebiete & Wintersportler)
Für Tourismusplaner: Nur ein Teil der Gäste fährt täglich und bei jedem Wetter. Produktentwicklung und Preisgestaltung sollten den Autoren zufolge das gesamte Winterangebot einbeziehen und die täglichen Schnee- und Wetterwechsel berücksichtigen.