Welches konditionelle Anforderungsprofil zeichnet die Weltspitze im Freestyle-Aerials aus?
Originalpublikation: Research on the champion physical fitness model of freestyle skiing aerials athletes in preparation for the Beijing Winter Olympics
Die Studie in Kürze
Modellbildung für den Freestyle-Aerials: Aus Testdaten wird ein Anforderungsprofil abgeleitet, das die Besten von den übrigen Athleten unterscheidet.
Forschungsziel & Methodik
Auf Basis von Literaturauswertung, Expertengesprächen und Fragebogenerhebungen wurden die zu erfassenden Testgrößen bestimmt. 29 Elite-Athletinnen und -Athleten nahmen freiwillig an der Testung teil. Aus den Daten entstand ein dreiteiliges Modell aus Indikatoren, Gewichtungen und quantitativen Modellen, entwickelt mit Faktorenanalyse und schrittweiser multipler linearer Regression.
Empirische Ergebnisse & Datenbasis
Das Indikatorenmodell umfasst die Hauptbereiche Körperbau, physiologische Funktion und motorische Qualität mit elf nachgeordneten Kennwerten: fettfreie Körpermasse, Taille zu Körperhöhe, Beinlänge zu Körperhöhe, relative maximale anaerobe Leistung, relative maximale Sauerstoffaufnahme, Blutharnstoff, Kniebeuge mit Langhantel im Einwiederholungsmaximum, Überkopf-Kniebeuge auf Balancekissen, seitlicher Ballwurf, 30-Meter-Sprint und 12-Minuten-Lauf. Als Prädiktoren für die Wettkampfleistung erwiesen sich die Trainingserfahrung, die relative maximale anaerobe Leistung, die Kniebeuge im Einwiederholungsmaximum und die Überkopf-Kniebeuge auf Balancekissen.
Implikationen für die Praxis (Skigebiete & Wintersportler)
Für Trainer und Athleten im Aerials: Die als Prädiktoren identifizierten Kennwerte lassen sich gezielt trainieren und regelmäßig überprüfen. Das Modell ist als Orientierung für Trainingssteuerung und Leistungsüberwachung gedacht.