Lassen sich Spitzenzeiten im alpinen Skirennsport durch multivariate Athletenprofile vorhersagen?
Die Studie in Kürze
Datengetriebene Leistungsdiagnostik im Nachwuchsrennsport: Reine Kraftwerte erklären nur einen Bruchteil des Erfolgs; entscheidend ist die reaktive Kopplung von Rumpf und Kniebeugern.
Forschungsziel & Methodik
Längsschnittstudie an 118 Kaderathleten über drei Saisons mit 24 physischen Testparametern (Sprungkraft, Isokinetik, Rumpfstabilität) und FIS-Punkte-Entwicklung.
Empirische Ergebnisse & Datenbasis
Ein isolierter starker Quadrizeps korreliert nicht zwingend mit schnellen Rennzeiten. Das Verhältnis von reaktiver Beinkraft zu Rumpf-Torsionssteifigkeit erweist sich als stärkster Prädiktor für Slalom- und Riesenslalomerfolge.
Implikationen für die Praxis (Skigebiete & Wintersportler)
Für Trainer und Nachwuchs-Skiclubs: Das Konditionstraining muss weg vom reinen Stemmen schwerer Gewichte hin zu instabilen, ski-spezifischen Bewegungsmustern mit schnellen Richtungswechseln.