3.772 Skigebiete in 66 Ländern · Datenstand: 11.10.2026 Über GeoCarver Datenstand und Methodik KI-Transparenz
Sportwissenschaft & Leistungsanalyse

Lassen sich Rennergebnisse im alpinen Skisport aus sportmotorischen Tests vorhersagen?

Originalpublikation: Predicting competitive alpine skiing performance by multivariable statistics—the need for individual profiling

Die Studie in Kürze

Leistungsdiagnostik im alpinen Rennsport: Eine allgemeine Testbatterie erklärt Wettkampfergebnisse auf Gruppenebene kaum, auf individueller Ebene dagegen gut.

IMU-Kinematik & Schwungwechsel Schwungeinleitung Scheitelpunkt Umfahrphase
Schematische Darstellung. Symbolgrafik zum Thema der Arbeit. Sie stellt keine Messwerte dar und ersetzt keine Abbildung der Originalstudie.

Forschungsziel & Methodik

Multivariate Datenanalyse mit Orthogonal Projection to Latent Structures (OPLS) an physiologischen Testergebnissen von zwölf Skirennläuferinnen der schwedischen Nationalmannschaft im Alter von 18 bis 31 Jahren, überwiegend mit Weltklasse-Ranglistenposition. Zielgröße waren die FIS-Punkte in Slalom und Riesenslalom. Die Testbatterie wurde mehrmals jährlich über mehrere Jahre durchgeführt, die Wiederholungsmessungen gingen in die Auswertung ein.

Empirische Ergebnisse & Datenbasis

Auf Gruppenebene lassen sich zwar gültige Modelle bilden, mit R² von 0,39 bis 0,40, doch ihre Vorhersagekraft bleibt gering, mit Q² von 0,15 bis 0,21. Mit denselben Daten auf individueller Ebene gerechnet, steigen die Werte deutlich auf R² von 0,88 bis 0,99 und Q² von 0,64 bis 0,96. Die Autoren schließen daraus, dass verallgemeinerte Testbatterien zur Beurteilung von Spitzenathletinnen nur begrenzt taugen.

Implikationen für die Praxis (Skigebiete & Wintersportler)

Für Trainer und Nachwuchs-Skiclubs: Aus einem für alle gleichen Testprofil lässt sich nach diesen Ergebnissen kaum ableiten, wer schnell fährt. Sinnvoller ist es, die Testergebnisse je Athletin oder Athlet über die Zeit zu verfolgen und individuell zu interpretieren.

Zur Einordnung: Zusammenfassung und Grafik sind unsere redaktionelle Darstellung, nicht Teil der Arbeit. Jede Zahl darin ist gegen die Originalarbeit geprüft; der ungekürzte Volltext steht über die Verlagsseite (DOI) zur Verfügung.

Weitere Studien zur Zukunft der Skigebiete und Auswirkungen des Klimawandels auf die Schneesicherheit finden Sie in der Forschungsübersicht.