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2024 Sportpsychologie & Leistungsanalyse Peer-Reviewed

Wie wirken sich hoher Erwartungsdruck und Führungssituationen auf die Nervenstärke im alpinen Skirennsport aus?

Originalpublikation: Expectations, gender, and choking under pressure: Evidence from alpine skiing
Autoren: Christoph Bühren, Martin Gschwend, Alex Krumer
Fachjournal: Journal of Economic Psychology (Vol. 100, 102692)

Die Studie in Kürze

Analyse von 15 Jahren Weltcup-Daten im Slalom und Riesenslalom: Athleten in Führungspositionen vor dem 2. Durchgang unterliegen messbarem Choking under Pressure, wobei geschlechtsspezifische Unterschiede bei der Risikostrategie sichtbar werden.

Abschnitt 1

Forschungsziel & Methodik

Ökonometrische Analyse von über 6.200 Rennläufen der FIS-Weltcup-Saisons 2008 bis 2023 mit Differenz-in-Differenzen-Modellen und Zwischenzeitmessungen zur Quantifizierung von Leistungsabbrüchen im Finaldurchgang.

Abschnitt 2

Empirische Ergebnisse & Datenbasis

Führende nach dem ersten Durchgang verlieren im zweiten Lauf signifikant mehr Zeit im Schlussteil als Verfolger auf den Rängen 2 bis 5. Männer neigen unter extremem Druck eher zu Fahrfehlern durch Überpace, während Frauen bei Rückstand taktisch konstantere Fahrlinien wählen.

Abschnitt 3

Implikationen für die Praxis (Skigebiete & Wintersportler)

Für Skirennläufer, Trainer und ambitionierte Masters: Mentales Training vor entscheidenden Finaldurchgängen muss die Bewältigung defensiver Blockaden und das Vermeiden übertriebener Sicherheitslinien im Steilhang trainieren.