Wie wirken sich hoher Erwartungsdruck und Führungssituationen auf die Nervenstärke im alpinen Skirennsport aus?
Die Studie in Kürze
Analyse von 15 Jahren Weltcup-Daten im Slalom und Riesenslalom: Athleten in Führungspositionen vor dem 2. Durchgang unterliegen messbarem Choking under Pressure, wobei geschlechtsspezifische Unterschiede bei der Risikostrategie sichtbar werden.
Forschungsziel & Methodik
Ökonometrische Analyse von über 6.200 Rennläufen der FIS-Weltcup-Saisons 2008 bis 2023 mit Differenz-in-Differenzen-Modellen und Zwischenzeitmessungen zur Quantifizierung von Leistungsabbrüchen im Finaldurchgang.
Empirische Ergebnisse & Datenbasis
Führende nach dem ersten Durchgang verlieren im zweiten Lauf signifikant mehr Zeit im Schlussteil als Verfolger auf den Rängen 2 bis 5. Männer neigen unter extremem Druck eher zu Fahrfehlern durch Überpace, während Frauen bei Rückstand taktisch konstantere Fahrlinien wählen.
Implikationen für die Praxis (Skigebiete & Wintersportler)
Für Skirennläufer, Trainer und ambitionierte Masters: Mentales Training vor entscheidenden Finaldurchgängen muss die Bewältigung defensiver Blockaden und das Vermeiden übertriebener Sicherheitslinien im Steilhang trainieren.